You get what YOU give
You get what YOU give
Schon als Kind wollte ich einmal meinen eigenen Black Beauty-Film drehen. Dieser Wunsch verschwand irgendwann irgendwo im Alltag – ganz weg war er aber offenbar nie.
Viele Jahre später arbeitete ich bei Dreharbeiten zu Pferdefilmen mit. Dort wurde mir etwas sehr deutlich: Eine echte, über Jahre gewachsene Verbindung zwischen einem Menschen und seinem Tier lässt sich nicht innerhalb weniger Wochen herstellen. Man kann Szenen inszenieren, Abläufe trainieren und mit Stuntleuten arbeiten. Aber dieses selbstverständliche Vertrauen, diese feine Kommunikation und all die kleinen Dinge, die zwischen einem Menschen und seinem eigenen Tier entstehen, kann man nicht einfach spielen.
Und ich kannte Menschen, die genau diese Verbindung mit ihren Tieren hatten.
Auf einer rund neuneinhalbstündigen Heimfahrt begann deshalb in meinem Kopf ein Film zu entstehen.
Nicht irgendwann später. Eigentlich schon unterwegs.
Ich wusste plötzlich, welche Menschen ich darin haben wollte, welche Tiere, welche Fähigkeiten ich zeigen wollte und welche Geschichte ich erzählen möchte.
Ich hatte kein großes Budget, keine jahrelange Filmerfahrung und keine professionelle Schauspieltruppe. Was ich hatte, war eine Idee – und Menschen, die bereit waren, sich darauf einzulassen.
Am Ende drehten wir 30 Tage für einen Spielfilm von rund 100 Minuten.
Viele vor der Kamera waren keine professionellen Schauspieler. Dafür brachten sie etwas mit, das für diesen Film viel wichtiger war: ihre eigenen Tiere und eine Beziehung zu ihnen, die lange vor der ersten Filmklappe begonnen hatte.
Genau das wollte ich zeigen.
Nicht Perfektion. Nicht etwas, das nur für die Kamera einstudiert wurde.
Sondern das, was möglich wird, wenn Vertrauen, Respekt, Erfahrung und echtes Miteinander zusammenkommen.
Auch die Tiere hatten dabei ein Wort mitzureden.
Zwei Szenen hatte ich ursprünglich anders geschrieben. Beim Dreh stellte sich heraus, dass das, was ich mir vorgestellt hatte, für die Tiere zu schwierig war. Also änderte ich die Szenen.
Das Drehbuch gab die Geschichte vor. Die Tiere bestimmten mit, wie sie erzählt wurde.
Denn kein Bild war es wert, einem Tier etwas abzuverlangen, das für dieses Tier in diesem Moment nicht richtig war.
Der Titel beschreibt für mich viel mehr als den Umgang mit Tieren.
Was wir unserem Gegenüber entgegenbringen, verändert eine Begegnung – bei einem Tier genauso wie bei einem Menschen.
Vertrauen. Respekt. Aufmerksamkeit. Geduld. Aber auch Druck, Wut oder Ungeduld.
Tiere reagieren darauf oft unmittelbarer als wir Menschen.
Einer meiner Sätze, lange bevor diese neue Website entstand, war:
„Erspüre die wahre Absicht deines Gegenübers und handle danach.“
Vielleicht beschreibt genau das am besten, was ich mit diesem Film zeigen wollte.
YOU GET WHAT YOU GIVE ist eine fiktive Geschichte. Doch vieles von dem, was sie trägt, ist echt.
Die Verbindungen.
Die Fähigkeiten.
Die Tiere.
Und vor allem die Menschen, die an diese verrückte Idee geglaubt und geholfen haben, sie Wirklichkeit werden zu lassen.
Dieser Film entstand, weil Menschen an eine Idee glaubten – und bereit waren, ihr etwas zu geben.
You get what YOU give ist im Umgang mit anderen so Elementar.